Es
ist Mai 2003.
Eigentlich
wollten wir in Frumoasa nur unsere Kinder im "Haus Rosenheim"
zu Pfingsten besuchen. Doch A. und R. Mittelstedt baten uns zu kontrollieren,
wie deutsche Spendengelder bei einem neu ins Leben gerufenen
Tierheim verwendet wurden.
Wir verabredeten uns auf dem Gelände
der Müllkippe mit Eva Orendi, der Leiterin des Tierheimes. Schon
von weitem hörten wir das Jaulen vieler, sehr vieler Hunde.
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Die
nächste Stunde sollte unser Leben verändern.
Magda, ein
Arbeiter, Eva und Angela
Erste Eindrücke:
Hier gibt es noch sehr viel zu tun
Struppi
wartet auf ein neues Zuhause
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Das
neu entstandene Tierheim am Stadtrand von Miercurea Ciuc, inmitten
der rumänischen Karpaten, beherbergt zurzeit ca. 150 Hunde. Es wurde
mit Unterstützung der Stadt am Rande einer Mülldeponie angesiedelt.
Auf einer Fläche von 2000 qm hausen die Tiere in sechs Verschlägen
und Ausläufen.
Die Unterstützung der Stadtverwaltung reicht für jeden Hund am Tag
für 170 g Brot, 40 g Mehl und 20 g Reis. Die Hunde sollten mit Rattengift
getötet werden, um Platz zu schaffen für weitere Hunderte von Hunden,
also eine Tötungsstation.
Wir
drehten unsere Urlaubskasse um und kauften spontan einen Transporter
voll Trockenfutter. Wir versprachen, die Frauen zu unterstützen
und vor allem den Hunden zu helfen, den frühzeitigen Tod der Tiere
zu verhindern.
Die Spendengelder wurden gut angelegt. Es entstanden die o.g. Hütten
und Gehege. Das Gelände konnte an das Wassernetz angeschlossen werden.
Durch die neugegründete Stiftung, unter Leitung von Eva Orendi und
Ihrer Freundin Magdalena Puskas, die sich beide sehr engagiert um
das Projekt kümmern, konnte innerhalb eines halben Jahres für rumänische
Verhältnisse viel erreicht werden. Der Tod durch Rattengift blieb
den Hunden erstmal erspart, da wir durch intensive Öffentlichkeitsarbeit
auf diese unhaltbaren Zustände aufmerksam gemacht hatten.
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Das
Problem der Straßenhunde in Rumänien ist bestimmt vielen bekannt.
Ein Hund ist hier nichts wert. An den Straßenrändern liegen zahllose
Hundekadaver, von Autos und Lastkraftwagen überfahren und niemand
räumt sie weg. Meist sind es Welpen und Junghunde, die aus Unerfahrenheit,
Hunger und Heimatlosigkeit verunglücken.
Deshalb ist dieses Projekt für Rumänien eine tolle Sache, zumal
die Stadtverwaltung es unterstützt. Eva und Magdalena sind Lehrerinnen,
die uneigennützig und selbstlos die Leitung des Tierheimes übernommen
haben, aber man sah Ihnen an, dass sie dringend Hilfe benötigten.
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